Abschied vom Berufleben
14.03.09 von HWD-Dre
Nun ist es doch da, das Ende meines Berufslebens. Eigentlich war es doch noch so weit weg. Die Alltagsgeschäfte ließen nur zu wenig Raum zum Nachdenken. Oder habe ich nur verdrängt? Ganz gleich wie, es ist wahr. Lehrzeit, 5 Jahre Studium an der TU Dresden, 13 Jahre Technische Universität Chemnitz, 8 Jahre Zentrales Projektierungsbüro der Textilindustrie, und dann ereignisreiche 18 Jahre als Geschäftsführerin bei HWD in Leipzig. Die längste Arbeitsphase meines Lebens ist nun abgeschlossen.
Was man da beim Aus- und Aufräumen nicht so alles findet…
Unterlagen über unsere Suche nach einem geeigneten Grundstück für die HWD, nachdem uns der neue „Alteigentümer“ in den gemieteten Räumen nicht haben wollte. Rückblickend haben wir 1994 mit dem Umzug nach Leipzig/Plaußig jedoch eine gute Wahl getroffen, was man nicht zuletzt daran sieht, dass BMW uns 7 Jahre später folgte.
Das erste Forschungs- und Entwicklungsthema ZPROLAB (später Quenty), ein System zur rationellen Erfassung, Auswertung und Aufbereitung von Labordaten. Natürlich schon mit mobilen Datenerfassungsgeräten im Einsatz.
Die Forschungsthemen zogen sich wie ein roter Faden durch mein Berufsleben bei HWD. Und das nicht ohne Erfolg: Mit unserem Forschungs- und Entwicklungsthema „ShopControll“ sind wir sogar bis zur EU nach Brüssel vorgedrungen!
Viele weitere Anekdoten über mich und die HWD sowie Fotos, von denen ich meinte, sie seien längst tief in diversen Schubladen verschwunden, haben meine Kollegen in dem Buch „Mein Berufsleben bei der Höft, Wessel & Dr. Dreßler GmbH“ zusammengetragen. Dieses Unikat hat mich bei der Verabschiedung tief bewegt, bringt es doch viele der Höhen und Tiefen in Erinnerung, die wir gemeinsam bewältigt haben. Herzlichen Dank!
Und da waren noch: Die beliebten Kundentage, unsere Studenten und Azubis, die uns stets fleißig unterstützten, der rührende Anblick von Familie Fuchs mit ihren Jungen unter unserem Container. Über all dies zu berichten, würde zu weit führen. Oder doch noch ein Wort zur blauen Bank. Sie stand im Garten hinter dem Firmengebäude. Eines Morgens war sie einfach verschwunden, herausgerissen aus ihrem Betonfundament. Pünktlich zur Pensionierung aber habe ich auch diese in einer Neuauflage von meinen Kollegen geschenkt bekommen. Vielen Dank auch dafür! Sie steht nun auf unserer Loggia.
Mein Resümee ist positiv: Ich verlasse ein gesundes Unternehmen, welches durch den gesunden Geist seiner Mitarbeiter getragen wird.
Ich wünsche Euch, unter der Federführung von Frau Espig, für die Zukunft alles Gute!
Ihre Dr. Renate Dreßler-Schröder







